1. Äußere Bedingungen - Schulorganisation

1.1 Standort der Schule

Krofdorf-Gleiberg ist Ortsteil der Großgemeinde Wettenberg. Im Zuge der Gebietsreform und der Auflösung der Stadt Lahn (1977-1979) wurde die Gemeinde Wettenberg am 01.01.79 gebildet und dem Kreis Gießen zugeordnet, sodass seit dieser Zeit die Schul­trägerschaft von dem ehemaligen Kreis Wetzlar über die Stadt Lahn auf den Kreis Gießen übergegangen ist.

Einwohnerzahlen (Stand April 2007):

  • Wettenberg ca. 12 937
  • Krofdorf-Gleiberg ca. 5 279
  • Wißmar ca. 5 192
  • Launsbach ca. 2 46

Vorsitzender der Gemeindevertretung ist Herr Karpenstein und Bürgermeister der Ge­meinde Wettenberg ist Herr Gerhard Schmidt (seit 01.02.1986).

1.2 Geschichte der Grundschule (ein Rückblick)

Die Verselbstständigung der Grundschule erfolgte im Rahmen der Schulreform 1971, wobei die Grund- und Hauptschule Krofdorf-Gleiberg aufgelöst und die Klassen 5 - 10 in die heutige Wettenbergschule (Integrierte Gesamtschule - Flächenversuch Wetzlar) aus­gesiedelt wurden.

In den freigewordenen Gebäuden brachte man die eigenständige Grundschule sowie eine Schule für Lernhilfe, die heutige Georg-Kerschensteiner-Schule, unter. Beide Schulen be­nutzen seit Beginn den Werk- bzw. Tonraum, die Sporthalle, den Schulhof und die Toilettenanlagen gemeinsam.

Ab dem Schuljahr 1980/81 wurde die 5-Tage-Woche eingeführt und mit Erlass vom 07. April 1987 eine Sprachheilklasse sowie mit Erlass vom 09. Juli 1987 eine Vorklasse ein­gerichtet. Zum Schuljahr 2007/08 wurde die Vorklasse vorläufig nach Heuchelheim verlegt, weil dort durch die Abschaffung der Förderstufe bessere räumliche Bedingungen vorliegen.

Seit 1992 gibt es die Betreute Grundschule, der ein Elternverein vorsteht und die sich durch Landeszuschüsse und Mitgliederbeiträge finanziert.

Weitere Betreuungsmöglichkeiten befinden sich im Kindergarten Finkenweg (Familien­gruppe), in der Wilden 13 und in der Räuberhöhle.

02.06.1997 Gründung Förderverein

1997 feierte die Grundschule ihr 25 jähriges Jubiläum.

1.3 Die Grundschule heute

1.3.1 Ausstattung der Schule

Im Schulgebäude befinden sich 9 Klassenräume, ein Musikraum, in dem sich auch eine Küchenzeile befindet, 2 kleine Räume für Lehrmittel, 3 Büroräume (Sekretariat, Büro Schulleitung, Büro Sprachheillehrerin) und ein Lehrerzimmer.

Zur Schule gehört ebenfalls eine Sporthalle, die gemeinsam mit der Georg-Kerschensteiner-Schule genutzt wird.

In einer Ecke des Schulhofs befindet sich seit Anfang 2007 ein fest gemauertes abschließ­bares „Spielehäuschen“, aus dem sich die Kinder gegen Hinterlegung eines Pfandes (Wäscheklammer) Spielgeräte ausleihen können. Die Ausleihe wird von den vierten Klassen durchgeführt.

1.3.2 Schüler, Kollegium und Mitarbeiter der Grundschule

Zurzeit besuchen 202 Schüler die Schule.

Das Kollegium der Grundschule besteht aus 13 Personen (8 Lehrerinnen, 1 Sprachheillehrerin, 1 Dipl. Sozialpädagogin, 1 Referendarin, Konrektor und Schulleiterin).

  • Frau Anthes (Schulleiterin)
  • HerrBraun (Konrektor)
  • Frau Bergemann
  • Frau Breuer
  • Frau Faske im Elternurlaub, vertreten von Frau Greiner
  • Frau Michel, vertreten von Frau Schütz
  • Frau Polzin
  • Frau Rohrbeck
  • Frau Mathes (Grundschullehrerin auf der Stelle der Förderlehrerin
    für den Gemeinsamen Unterricht in einer Klasse (seit 2006/07))
  • Frau Steines
  • Frau Valentin (Lehrer im Vorbereitungsdienst))
  • Frau Werning (Sprachheillehrerin)

 

MitarbeiterInnen:

  • Frau Kissel (Sekretärin)
  • Herr Macke (Hausmeister)
  • Frau Hoppe / Frau Kippes (Reinigungskräfte)

1.3.3 Stundenplangestaltung (Rhythmisierung des Schulvormittags)

7.45h - 8.00h Hofaufsicht

8.00h - 9.30h 1. Unterrichtsblock

9.30h - 9.40h Frühstückspause im Klassenraum

9.40h - 10.00h Spielpause

10.00h - 11.30h 2. Unterrichtsblock

11.30h - 11.45h Spielpause

11.45h - 13.15h 3. Unterrichtsblock (Kurse, Hausaufgabenbetreuung)

1.3.4 Vertretungskonzept

Im Krankheitsfall einer oder mehrerer Lehrkräfte greift unser von der Gesamtkonferenz ge­nehmigtes Vertretungskonzept vom Mai 2006, das die Vorgaben des Konzeptes U-Plus be­rücksichtigt:

Vertretungsunterricht ist Bestandteil des schulischen Alltags. Durch Erkrankung, Sonder­urlaub, Fort- und Weiterbildungen, Klassenfahrten, Ausflüge und Projekte fallen Ver­tretungen an und diese müssen organisiert werden.

1.3.4.1 Kurzfristiger Unterrichtsausfall

Bei einem Unterrichtsausfall bis zu drei Tagen gelten folgende Maßnahmen:

  • Aufteilung von Klassen (In jeder Klasse befindet sich eine Liste, aus der ersichtlich ist, welche Kinder in welche Klassen aufgeteilt werden.)

Das von den aufgeteilten Kindern zu bearbeitende Material wird von der erkrankten Lehrerin bereitgestellt. Ist das nicht möglich, so wird in Absprache mit der Parallel­lehrerin das Material zusammengestellt.An den folgenden Tagen werden alle Klassen gleichermaßen aufgeteilt, um die Be­lastung gerecht auf alle Kinder zu verteilen. Die 1. Klassen werden im ersten Schulhalbjahr nicht aufgeteilt.

  • Zusammenlegung von kleinen Klassen
  • Stillarbeit in der Klasse

Hierbei wird die Aufsicht durch die Nachbarklassenlehrerin gewährleistet. Kinder, die zu dieser Art von Arbeit nicht in der Lage sind, werden aufgeteilt.

  • Vertretungsunterricht durch die Sprachheillehrerin

Nach Absprache mit der entsprechenden Lehrkraft können Stunden, die für die Sprachheilarbeit ausgewiesen sind, in begrenztem Umfang für Vertretungsunterricht in den ersten Klassen (1. Schulhalbjahr) sowie an einem ersten Krankheitstag verwendet werden.

  • Auflösung von Doppelbesetzungen mit Ausnahme von GU und Sprachheilarbeit
  • Sind Referendarin und Mentorin doppelt besetzt in einer Klasse, wird eine der beiden Personen nach interner Absprache den Vertretungsunterricht übernehmen.
  • Praktikantinnen können nach Absprache eine begrenzte Anzahl von Stunden pro Woche die Bearbeitung der bereitgestellten Aufgaben in der Klasse beaufsichtigen.
  • Mehrarbeit von Kolleginnen und Kollegen

Jede(r) Kollegin/Kollege ist verpflichtet, ohne Entschädigung über ihre/seine dienst­lichen Verpflichtungen hinaus Mehrarbeit zu leisten. Dies bedeutet für eine Vollzeitkraft (29 bis 30 Unterrichtsstunden) eine Mehrarbeit von 3 Stunden, für eine Lehrkraft mit 28 bis 25 Stunden Unterricht 2 Stunden und für eine Lehrkraft, die 24 und weniger Stunden erteilt, eine Stunde Mehrarbeit.

Die Mehrarbeit und Belastung, die durch Vertretungsunterricht und zusätzliche Auf­sichten verursacht werden, sollen auf das notwendige Maß beschränkt und möglichst ge­recht verteilt werden.

1.3.4.2 Längerfristiger Unterrichtsausfall

Bei einem längerfristigen Ausfall von Lehrkräften ab drei Tagen müssen weitere Maß­nahmen getroffen werden.

  • Anordnung von bezahlter Mehrarbeit von Lehrkräften mit Einverständnis der be­treffenden Lehrperson. Bei einer Mehrarbeit von mehr als 3 Stunden werden alle ge­leisteten Stunden vergütet.
  • Einsatz von Lehrkräften aus dem schuleigenen Vertretungspool gemäß dem Konzept „Unterrichtsgarantie Plus"1.
  • Bei einer Erkrankung einer Lehrperson von mehr als 6 Wochen erfolgt über die Schul­leitung eine Anforderung für eine BAT-Kraft beim Staatlichen Schulamt.
  • Die Eltern werden bei einem langfristigen Ausfall einer Lehrkraft durch die Schulleitung informiert.

1In diesen Pool werden nur Lehrkräfte mit mindestens 1. Staatsexamen aufgenommen.

1.3.4.3 Organisatorische Regelungen

Bei vorhersehbaren Vertretungen (Fortbildungen, Klassenfahrten usw.) stellt die zu ver­tretende Lehrkraft Planungsunterlagen/Materialien für den Unterricht zur Verfügung. Damit ist eine kontinuierliche, inhaltliche Weiterarbeit gewährleistet. Es ist bei Fortbildungen und anderen vorhersehbaren Veranstaltungen dafür zu sorgen, dass möglichst nicht zwei Lehr­kräfte gleichzeitig abwesend sind.

Die Schulleitung sollte – soweit die Erkrankung absehbar ist – spätestens am Abend vorher benachrichtigt werden.

Bei unvorhergesehener Erkrankung/Abwesenheit muss dies am 1. Tag telefonisch bis 7.30 Uhr gemeldet sein. Alle Kolleginnen und Kollegen nehmen jeden Tag Kenntnis vom Stand des Vertretungsplanes.

1.3.5 Schulordnung

Die Schulordnung wurde im Schuljahr 1998/1999 im Kollegium erarbeitet, intensiv in den Elterngremien diskutiert und im Schuljahr 1999/2000 durch die Schulkonferenz genehmigt. Sie wurde im Schuljahr 2006/07 minimal ergänzt und vor dem Sekretariat ausgehängt.

1.3.6 Sprachheilklasse: Struktur und Aufbau

An der Grundschule Krofdorf-Gleiberg wurde 1987 vom Schulträger eine Sprachheilklasse eingerichtet. Unsere Grundschule ist die Stammschule der Sprachheillehrerin Frau Werning, die Grundschulen in Wißmar und Launsbach werden von ihr als Ambulanz­schulen betreut. Seit dem Schuljahr 07/08 wird die Grundschule Wißmar durch eine Sprachheilambulanzlehrkraft der Sprachheilschule Gießen übernommen.

Die Sprachheilklasse versteht sich als Maßnahme zur Prävention und Minderung von Be­einträchtigungen in der allgemeinen Schule nach § 50 des Hessischen Schulgesetzes. Die Sprachheilklasse ist eine flexible Organisationsform, in der die besondere Förderung einzeln oder gemeinsam in Lerngruppen erfolgt.

Die Sprachheillehrerin nimmt in Absprache mit der Schulleitung am Schuleingangsver­fahren teil, um vor Schulbeginn die Schulanfängerinnen und Schulanfänger kennenzu­lernen, um bezüglich außerschulischer präventiver Maßnahmen beraten zu können.

Im Rahmen der Zusammenarbeit von Grundschule mit Kindertagesstätten stellt sie die Sprachheilarbeit an der Grundschule an Elternabenden vor und bietet die Möglichkeit früh­zeitiger Beratung an.

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